Bewerbung: R+V Re.

Das Bewerbungsverfahren lief zunächst online ab. Auf der Seite der R+V Versicherung konnte man seine Unterlagen nebst Anschreiben hinterlegen. Ein kurzer Anruf von mir bei der Personalabteilung – ich hatte mich auf ein längeres Gespräch vorbereitet und auch Fragen notiert, um Interesse zu signalisieren – mit dem Ziel einen Ansprechpartner, an welchen ich das Anschreiben richten konnte, dauerte inklusive Klingeln (4mal) 32 Sekunden. Ich wurde selten so schnell am Telefon abgewürgt – nicht, dass mir das damals Unrecht war. Und dann ging das Warten los (13. Oktober 2011).

Eingangsbestätigung.

Fehlanzeige.

Nach einem Gespräch mit Jemanden, die Jemanden kennt, die dort arbeitet, klingelt am nächsten Tag plötzlich mein Telefon und ich werde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Die Sache hat den faden Beigeschmack, dass es hier nur mit Vitamin B weiterging und ansonsten einfach nichts passiert wäre (27. Oktober 2011). Das Vorstellungsgespräch wurde auf den 15. November 2011 datiert.

 

Vorstellungsgespräch (15. November 2011).

Wow, das erste Vorstellungsgespräch meines Lebens, bei dem es um eine richtige Stelle ging. Anwesend waren der Chef, der Teamleiter und eine Personalvertreterin. Vorallem der Teamleiter war anscheinend schlecht gelaunt, ich fühlte mich permanent in die Defensive gedrängt und musste mich für seltsames Zeug rechtfertigen oder im Geschäftsbericht, den er dankenswerterweise dabei hatte – allerdings in Englischer Sprache – eine bestimmte Kennzahl heraussuchen und ihm erklären.

Uff… eine interessante Erfahrung war dieses Gespräch, danach kam ich mir erst ziemlich aufgeputscht (durch den hohen Adrenalinspiegel) und später ziemlich verprügelt (nach sorgfältiger Reflexion des Gesprächs) vor.

Sie wollten sich Ende November mit einer Entscheidung melden.

 

Absage (23. November 2011).

Ihre Bewerbung auf die Ausschreibung  Pricing Aktuar (m/w) Aktive Rückversicherung

Guten Tag, Herr Pausch,

vielen Dank für das interessante Gespräch, das wir mit Ihnen führen durften.

Leider können wir Ihnen derzeit keine Einsatzmöglichkeit anbieten.

Durch Ihre Registrierung in unserem Bewerberpool können Sie sich weiterhin auf neue Ausschreibungen direkt bewerben. Ihre Daten stehen uns dort jederzeit zum Abruf bereit.

Möchten Sie Ihre Daten in unserer Datenbank löschen? Sie können jederzeit nach dem Einloggen in das R+V E-Recruiting System Ihre Registrierung löschen.

Wir wünschen Ihnen für Ihre Zukunft sowohl persönlich als auch beruflich viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

R+V Allgemeine Versicherung AG
Recruiting Center

 

Fazit.

Im Gegensatz zu den anderen Vereinen musste bei der R+V Versicherung keiner mit seinem Namen für die Absage unterschreiben. Nicht einmal mit “i.A.” wie bei Ernst & Young. Das “Leider können wir Ihnen derzeit keine Einsatzmöglichkeit anbieten” ist etwas verklausuliert für “Sie haben uns nicht überzeugt”, was die Sache besser treffen würde, da die R+V Re durchaus bedarf an Mathematikern hat. Aber zugegebenermaßen, was mein Auftreten auch nicht sonderlich gut. Inklusive Vorstellungsgespräch war dieses Verfahren nach knapp sechs Wochen vom Tisch.


Bewerbung: Ernst & Young.

Das Bewerbungsverfahren bei Ernst & Young war eins der schlechteren: keine Kommunikation von deren Seite, eventuell haben sie auf ‘Initiative’ gewartet, aber meiner Ansicht nach, ist das eine Frechheit, da man sich mit dem Bewerbungsschreiben schon Mühe gegeben hat und eine kurze Statusmeldung zwischen durch in meinen Augen zum guten Ton gehört.


Bewerbung: KfW.

Ein Urlaub kann das Bewerbungsverfahren in die Länge ziehen, aber man durch Kommunikation mit dem Bewerber ist es möglich, dessen Groll in Grenzen zu halten. So geschehen bei meiner Bewerbung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Frankfurt. Einer meiner Favoriten, was leider nicht auf Gegenseitigkeit beruhte.


Bewerbung: Deloitte.

Der Hauptgrund sich bei Deloitte in Frankfurt zu bewerben war die Tatsache, dass ein geschätzer Kommilitone dort arbeitet und ich die Aussicht mehr oder minder mit ihm unter einem Dach zu arbeiten durchaus attraktiv fand. Auf der anderen Seite konnte ich so Erfahrung bei Bewerbungen sammeln. Zumindest in der Theorie.


Rookie.

Das die Studienzeit zu Ende ist, hat mittlerweile der letzte Teil meiner Persönlichkeit begriffen, die Nachteile, die damit verbunden sind, wiegen schwer und treffen vorallem meinen Geldbeutel hart. Busfahrkarten sollten zum Wohle der Umwelt und der Allgemeinheit kostenlos sein. Finanzierbar wäre das leider nicht. Nun denn. Was passierte seit den Tagen des Abschlusses? Viel Nichtstun,


Sequence complete.

Montag vor der Prüfung: die Panik steigt in mir auf, mir wurden die riesigen Wissenslücken bewusst, welche in meinem Gedächtnis vorhanden waren. Wie sollte das nur gut gehen? Eine Nacht mit wenig Schlaf später: die Luft war raus, die klaffenden Lücken waren nicht mehr zu stopfen, der Untergang war nahe. Trotzdem verbrachte ich den Tag


One more to go.

Die zweite Prüfung liegt mehr als zwei Wochen zurück. Von der Länge her war sie sehr anstregend, sie dauerte fast 65 Minuten und mein Schädel wollte danach nur noch platzen. Das Ergebnis war sehenswert, wenn auch eine Art Pyrrhussieg. Dadurch bin ich in meiner letzten Prüfung, welche in Kürze über die Bühne gehen wird dazu


Boulder 1, Christian 0.

Das passiert, wenn man zu stolz ist, einen Griff loszulassen. Dummheit…       Sieht eigentlich gar nicht so schlimm aus, hat am Anfang nur ziemlich geblutet, d.h. ich habe mich endlich auch im Blockwerk mit Flecken verewigen können, und ein wenig gebrannt, als ich vorhin Betaisodona-Salbe drauf schmierte.


Two more to go.

Mehrere Wochen des (sinnfreiens) Lernens hinter mir, noch mehrere Wochen des (sinnvollen?!) Lernens vor mir. Die Konsequenzen? Erste Anzeichen von Hospitalismus, geistige und soziale Verstümmelung, erste Züge von Verwahrlosung. Kurz gesagt: alles, was jeder vor seinen Abschlussprüfungen wohl erleben musste. Die Früchte des Zorns Wahnsinns? Eine im Nachhinein nicht sonderlich schwierige Prüfung mit einem mehr


Generationenwandel

Als ich vor kurzem in der Straßenbahn fuhr, konnte ich ein Gespräch zwischen einem großen und einem kleinen Schüler belauschen. Groß im Sinne von achter Klasse, aber einfach zwei Köpfe größer als der andere, der tatsächlich irgendwie kurz war. Er (der Große) erzählte, dass er bei McDonalds sich einen McGyver bestellt hätte und die ihn